Montag, 19. September 2011

Oberg und Müller taumeln aber fallen nicht

Quelle: Tagesspiegel
Die Wahlkreise 2 und 4, die zum Teil auf der Roten Insel liegen, werden auch die nächsten fünf Jahre von Lars Oberg und Michael Müller von der SPD vertreten. Oberg musste dabei Verluste hinnehmen von 3,6 Prozentpunkten und kommt noch auf 36,3%. Sein Konkurrent Jürgen Roth von den Grünen kann mit seinen 32,5% einen Achtungserfolg verbuchen. Der Vollständigkeit halber: Der CDU-Kandidat Zander (oder so ähnlich) erreichte 14,1%. Interessant ist dabei, dass bei den Zweitstimmen die Grünen deutlich vor der SPD liegen (36 bzw. 25,8%), Oberg konnte offensichtlich durch seinen wochenlangen Dauereinsatz einen wirklichen persönlichen Erfolg verbuchen. Die Piraten enterten diesen Wahlkreis übrigens zweistellig mit 10,2% und liegen sogar noch vor den Linken. In einigen Wahlbezirken auf der Insel hat Jürgen Roth die Nase vorn, so auch bei den Anwohnern des Gasometers in der Cheruskerstraße.
Der Wahlkreis 4 ging schon deutlicher an Müller mit 33,5%, seine Konkurrenten Klaer und Giese erreichten 28,4% bzw. 26,3%. Auch hier wählte die Insel eher Grün als Rot; die Piraten erreichen 9%.
In der BVV ist bedauerlicherweise die CDU künftig die stärkste Partei, die hier auf 29,2% kommen, es folgen SPD mit 26,7%, Grüne mit 24,6%, die Piraten erreichen 7,6%, Linke 3,7%.
Die Wahlbeteiligung dümpelt bei uns zwischen miserablen 40 und 50%, die Nichtwähler stellen somit den weitaus größten teil der wahlberechtigten Bevölkerung. Das sollte zu Denken geben.
Und die FDP? Nirgendwo eine 2 vor dem Komma. Schön.

Donnerstag, 8. September 2011

Tag des offenen Denkmals auf der Insel

St. Elisabeth in der Kolonnenstraße
Am kommenden Wochenende findet wieder der Tag des offenen Denkmals statt, vier Veranstaltungen finden wieder auf der Insel statt: Sonnabend und Sonntag stehen der Alte St. Matthäus-Kirchhof in der Großgörschen-Straße sowie ein Rundgang der BI Gasometer auf dem Programm, nur am Sonntag kann St. Elisabeth sowie der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof in der Kolonnenstraße besichtigt werden. Gestrichen wurde dieses Jahr das eigentliche Gasometergelände.

Mittwoch, 7. September 2011

Erwischt: Baustellenfahrzeuge fahren doch über die Insel

Laster auf dem Weg auf die Insel
Auf dem Weg zum Bahnhof Schöneberg gelang mir am Montag dieser zufällige Schnappschuss eines Lasters vom Gasometergelände kommend, der beweist, dass entgegen aller Beteuerungen und Versprechungen die Baustellenfahrzeuge des EUREF-Geländes eben doch über die Insel rumpeln und nicht Richtung Dominicusstraße abbiegen. Eine weitere Täuschung von Bauträger, Politik und Verwaltung der Anwohner, ein weiteres Versagen des Bezirks, der es nicht schafft, die längst beschlossene Schließung der Torgauer Straße in die Tat umzusetzen. Wetten, dass auch dieser Vertragsbruch keine Fokgen haben wird?!

Dienstag, 6. September 2011

Ab jetzt immer wieder Sonntags: Jauch im Gasometer

Ab kommenden Sonntag werden mehrere Millionen Fernsehzuschauer Woche für Woche auf der Roten Insel zu Gast sein, bei Günther Jauchs Talkshow mit dem überraschenden Namen "Günther Jauch". Im Vorspann steht unser Wahrzeichen, der Gasometer, im Mittelpunkt, so viel Aufmerksamkeit war wohl noch nie. So konnte in den letzten Tagen auch einiges gelesen werden über den als Fernsehstudio noch unbekannten Ort, ob im Spiegel, Stern, Welt oder Tagesspiegel und natürlich war auch die Abendschau gestern bei der Präsentation zu Gast. Treffend ist die Beschreibung Jauchs der Umgebung, dass sie nichts "Geschlecktes" habe, aber auch nicht Nord-Neukölln sei, auch wenn 200 Meter weiter die Dönerbuden anfangen. Trotz der fürchterlichen Container (vielleicht findet sich dafür ja irgendwann noch eine andere Lösung): Herzlich Willkommen und viel Erfolg!

Sonntag, 4. September 2011

Zum Tag des Denkmals

Sandhügel und Container, immerhin grün

Zelte im Süden
Letztes Jahr war das Gasometergelände noch dem Publikum zum Tag des Denkmals zugängig, wenn nächste Woche die Öffentlichkeit sich von den "Fortschritten" der vollmundig versprochenen Sanierung überzeugen möchte, steht es (aus Sicht des Eigentümers) wohlweislich vor verschlossenen Toren. Wie schon die BI Gasometer geschrieben hat, kann durchaus von einer "Denkmalschändung" gesprochen werden, was sich hier in den letzten Monaten abgespielt hat. Vor dem frisch sanierten Messelbau türmt sich im Norden inzwischen ein Containerdorf neben einem Sandhügel auf, Zelte wie auf dem Rummel verteilen sich im Süden, der Wasserbehälter wurde nach Lust und Laune aufgeschnitten. Grund hierfür ist die nächste Woche startende Talkshow von Günther Jauch. Wie zu befürchten war, ist die mit Pauken und Trompeten gestartete Sanierung des Gasometers offensichtlich seit Monaten kein Stück vorangekommen, wofür sich aber die Öffentlichkeit in den nächsten Wochen vermutlich nicht interessieren wird. Nach dem Sendestart am 11. September (sic!) wird drei Tage später nämlich der Grundstein für den ersten Neubau gelegt, eine Gelegenheit, die sich der wahklämpfende Wowereit für ein paar hübsche Fotos nicht entgehen lässt.
Während hier Fakten geschaffen werden, was macht da unsere fleißige Verwaltung mit der beschlossenen Sperrung der Torgauer Straße? Anscheinend ist es komplizierter, fünf Poller in der Erde zu verankern, als ein komplettes Fernsehstudio aufzubauen oder eine große Baugrube auszuheben. Ein weiteres Armutszeugnis für den Bezirk.