Donnerstag, 13. Juni 2013

Frau Schöttler fährt Kettenkarussell

Fährt gerne Karussell: Angelika Schöttler

Eine kleine Pressemitteilung des Bezirksamtes von heute zeigt ein Bild, das das Geschehen der letzten Jahre rund um das Gasometergelände nicht besser auf den Punkt bringen könnte: "... ließen es sich Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (....) und Reinhard Müller nicht nehmen, (...) eine Runde auf dem Kettenkarussell zu drehen."
Der EUREF-Investor fährt Karussell mit SPD-Frau Schöttler, er fuhr Karussell mit CDU-Mann Bernd Krömer und er fährt Karussell mit dem gesamten Bezirk.
Heraus kommt dabei so wunderbare Polit-Prosa wie: "Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler zeigte sich am Rande des Quartiersfestes begeistert von der Entwicklung, die der EUREF-Campus in den vergangenen Jahren gemacht hat."
Auch sehr schön zu lesen war kürzlich dieses: "Schneider Electric, Spezialist für Energiemanagement und Automation, hat eine neue Niederlassung im Gebäude „EUREF-Campus 12-13“ auf dem EUREF-Campus in Berlin eröffnet. Dabei handelt es sich um Europas erstes CO2-neutrales Stadtviertel." Wohlgemerkt: ein Haus wurde eingeweiht und sogleich zu einem ganzen Stadtviertel aufgebläht. Aber nicht genug, Frau Schöttler lässt sich zu Schneider auch noch so zitieren: "Das ist Corporate Sozial Responsibiliy in ihrer Reinform." 
Ich weiß nicht, wer das geschrieben hat, ob der Verfasser oder Frau Schöttler wissen, was "Corporate Sozial Responsibily" sein soll - ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass hier ungefiltert Propaganda aus dem EUREF-Haus übernommen wird und Frau Schöttler und der Bezirk dafür verantwortlich zeichnen.
Ich erwarte von einer Bürgermeisterin, dass sie sich für die Einhaltung von Verträgen einsetzt, nämlich für die Sanierung des Gasometers. Ich erwarte vom Bezirk, dass er nicht ohne Not Steuermillionen verschwendet. Ich erwarte von Bürgermeisterin und Bezirk, dass sie sich nicht für Propaganda von Investoren hergeben, die seit Jahren mit ihnen machen, was sie wollen.
Mein Fazit ist: Frau Schöttler ist im Bezirksbürgermeisteramt fehl am Platz.

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