Sonntag, 29. August 2010

BI vs EUREF

Gleich zweimal steht der Gasometer auf der Veranstaltungsliste für den Tag des offenen Denkmals am 11. und 12. September. Die Veranstalter sind altbekannte Konkurrenten und entsprechend verschieden dürften auch die Aspekte für die Führungen ausfallen. Während die BI zum 100jährigen Jubiläum des Gasometers die "Wechselwirkung zur Umgebung und der Roten Insel" erläutern will, lässt das EUREF ausnahmsweise das gemeine Volk auf das Gelände zu Rundgängen und einer Ausstellung zu Vergangenheit und Zukunft des Geländes. Vielleicht mal ganz interessant zu sehen, ob die irreführende Propaganda der letzten Jahre fortgesetzt wird.
Auch erwähnt werden sollten die beiden anderen Veranstaltungsorte auf der Insel am Denkmal-Wochenende: Der Alte St.-Matthäus-Friedhof in der Großgörschenstraße und die St.-Elisabeth-Kirche. Langweilig wirds wohl nicht am nächsten Wochenende.

Montag, 23. August 2010

Schöneberger Schleife wird geschnürt

Schleifen-Schild am Südkreuz
Neue Bauschilder auf der Insel: Der erste Abschnitt der Schöneberger Schleife, auf der eines fernen Tages Fußgänger, Radfahrer und Skater die Insel umrunden sollen, wird jetzt angegangen. Von der S-Bahn aus können die ersten Rodungsarbeiten beobachtet werden. Die Länge des Weges mutet mit 450 Meter zunächst ziemlich lächerlich an. Sinn macht die vier Meter breite Strecke wohl erst, wenn sie weiter über Kolonnen- und Monumentenstraße bis zum Gleisdreieckpark verlängert wird. Wie das gesamte Projekt in diesem Schneckentempo umgesetzt werden soll, bis das Stadtumbauprogramm 2014/2015 enden wird... aber der Bürger wundert sich schon längst nicht mehr. Zunächst gelangt man also lediglich vom Südkreuz (übrigens vom immer noch offiziell gar nicht zugelassenen Ausgang aus, den die Insel-Bewohner für sich als Schleichweg erobert haben) bis zur sogenannten Ost-West-Spange. Auch diese soll irgendwann mal einen übergeordneten Grünzug darstellen, der von Wilmersdorf bis zum Ex-Flughafen Tempelhof führen soll. Übrigens wird ein kurzes Stück blinden Weges, den die Bahn als (Alibi-)Ausgleichsprojekt vor Jahren vom Bahnhof bis zu einem Zaun völlig sinnfrei angelegt hatte, wieder abgerissen.
Auch am nördlichen Ende des kurzen Weges wird jetzt gebuddelt. Das Gelände gegenüber des Leuthener Platzes ist weitgehend freigeräumt, nun werden "Tanklager entsorgt", anschließend ein Weg angelegt, der auf eine Brücke über die Bahnanlage führen wird. Zudem wird ein Ballspielplatz sowie eine "kleine Grünanlage" angelegt , wobei es sich hoffentlich nicht um eine weitere (pflegeleichte) öde Rasenfläche handeln wird wie auf der kürzlich eröffneten GASAG-Nordspitze.
Wüste wird begrünt
Dabei ist es schon erstaunlich, was sich das Bezirksamt zum Ziel gesetzt hat: Die zweijährige Bauzeit soll laut Pressemitteilung in 16 Monaten abgearbeitet werden - bis Ende 2011. Gut, dass das Bauschild an der Naumannstraße Oktober 2012 angibt- erfahrungsgemäß müssen noch ein paar Monate draufgeschlagen werden. Die Verwirrung im Bezirksamt ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass schon längst mit den Arbeiten hätte begonnen werden sollen. So ist als Realisierungszeitraum auf der Homepage des Stadtumabaus für die Brücke über die Bahn immer noch von einem "Realisierungszeitraum" von 2009-2010 die Rede.

Freitag, 20. August 2010

Happy Birthday - zu spät

Da habe ich doch glatt den 1. Geburtstag meines Blogs verpasst. Bereits am 9. August wäre es soweit gewesen. Also Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Rund 60 Beiträge sind inzwischen zusammengekommen - wobei ich in letzter Zeit zugegebenermaßen etwas nachlässig geworden bin. Ich gelobe Besserung. Immerhin sieben ständige Leser haben sich inzwischen eingetragen - Danke an dieser Stelle an Maana, Goowal, honig, Alexander Ziemann, Regine Wosnitza, Iraklis Stavrakakis und BabsyBerlin66! Der phänomenalen Statistikseite kann ich zudem entnehmen, dass inzwischen rund 60 Personen täglich auf der Seite landen. Weitere Zahlen: Die meisten Besucher hatte ich am 16. August mit 151, insgesamt wurden bislang 6964 Besucher aus 76 Ländern gezählt, die durchschnittlich 1 Minute und 50 Sekunden auf der Seite geblieben sind. Rund 6000 Besucher kamen aus Deutschland, davon über 4000 aus Berlin. Durch den Punkt "Internetdienstanbieter" der Statistik kann ich zudem ersehen, dass auch aus verschiedenen Institutionen wie Universitäten, Parteizentralen oder auch mal aus dem Bundestag hier vorbeigeschaut wird. Ja, ich bin ein wenig stolz!

Donnerstag, 19. August 2010

Iden eröffnet - Straße nur teilweise

Wilhelm-Kabus-Straße oder was?
Für wen wird die Ampel leuchten?
Vor einer Woche hat die neue Iden-System-Zentrale am Südkreuz Eröffnung gefeiert. Und pünktlich zu diesem Ereignis wurde der neue Straßenabschnitt von der Torgauer Straße bis zum neuen Gebäude eröffnet. Die vollständige Herstellung der neuen Verbindung - und somit eine Entlastung vom Umleitungsverkehr - dürfte noch einige Wochen/Monate auf sich warten lassen - das Gewerbe ist halt wichtiger als die verkehrsbelästigten Anwohner der Insel. Vom neuen Großhandelsmarkt haben wir auch nichts, da nur Gewerbetreibende Einlass bekommen. Übrigens gibt Iden als Adresse offiziell Wilhelm-Kabus-Straße 55/57 an, womit das Rätselraten um den Namen der Straße beendet sein dürfte. Auch wenn Straßenschilder noch völlig fehlen. Die Ampelanlage an der Ecke Torgauer Straße wurde inzwischen installiert aber noch nicht in Betrieb genommen. Auch hier wird Geduld gefragt sein. Für wen die eine Signalanlage bestimmt ist, die mitten in eine Brachfläche leuchten würde (im kleinen Foto in der Mitte), darf man gespannt sein.