Sonntag, 17. August 2014

Cheruskerdreieck - zum Teil - fertig

Blick vom Eingang Gotenstraße
Seit Freitag dieser Woche ist es auch offiziell möglich, den neuen Teil des Cheruskerparks, das so genannte Cheruskerdreieck, zu betreten. Seit den heißen Sommertagen wurden die Bauzäune allerdings schon von Anwohnern regelmäßig beiseite geschoben und die Wiese sowie die Spielgeräte und Hängematten in Besitz genommen. 
Die Stadträte Klotz und Krüger übergaben jetzt den Teilabschnitt ganz offiziell der Öffentlichkeit, der allerdings noch von der Torgauer Straße zerschnitten ist. Diese soll im September für Autos von der Cheruskerstraße bis zum Gasometergelände endlich geschlossen und in einen Rad- und Fußweg umgebaut werden - mit einer Breite mit 7,60 Metern leicht überdimensioniert. 
Die Aussichtsplattform
An einem weiteren Teilstück, von der Gotenstraße bis zur Wilhelm-Kabusstraße wird seit ein paar Wochen wieder gebaggert, bis zum Jahresende muss alles fertig sein. Warum alles auf den letzten Drücker erledigt werden muss und das bisherige Jahr verschlafen wurde, das können anscheinend selbst die Verantwortlichen nicht erklären. Vielleicht klappt ja noch alles, und irgendwann im nächsten Jahr werden dann auch die restlichen Bauzäune weggeräumt.
So wie in diesen Tagen üblich, wurden vor allem große Rasenflächen angelegt (denen erfahrungsgemäß dann in den Folgejahren die Versteppung droht), durchsetzt mit ein paar kleinen Bäumen und Pflanzbeeten und vor allem allerlei Spiel- und Bewegungsgeräten. Reizvoll ist der Park vor allem durch seine unterschiedlichen Höhenniveaus, so wurde am Übergang zum alten Cheruskerpark eine kleine Aussichtsplattform angelegt und im Winter findet sich bestimmt die eine oder andere Stelle zum Rodeln. Dazu wird vermutlich auch der kahlgehauhene Bahndamm einladen, an dem völlig überflüssigerweise die wunderbaren alten Fliederbüsche nahezu komplett gerodet wurden zugunsten von - jawohl - noch mehr Rasen. 
Wenn alles fertig ist, wird der Park gewiss seine Nutzer finden, eine Bereicherung ist er allemal.   
Baggerei an der Torgauer Straße



Kommentare:

  1. Durch die Sperrung der Torgauer werden ca. 80 Parkplätze vernichtet, meist von Bewohnern der Insel. Das stellt einen glatten Verstoß gegen §1 BauGB dar, genauer gegen §1,7c und §1,9. Sinngemäß heißt es dort, dass eine Verbesserung in einem Gebiet nicht zu einer Verschlechterung in einem angrenzenden Gebiet führen darf. Wer sich also über den Wegfall von Parkplätzen freut, freut sich wahrscheinlich auch über die Zunahme des Parkplatzsuchverkehrs mit seinen Emissionserscheinungen wie Lärm, Ärger und Aggressionen. Wenigstens wurde die geplante Sperrung der Cherusker, Leber und GMüller zur Torgauer hin verhindert.
    Bestens

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    1. Das kann ich nur unterstreichen. Die Situation der Autofahrenden Anwohner (ich selbst hab es abgeschafft) ist bedrückend. Da wird stundenlang rumgekreist in den engen Straßen um einen Hafen zu finden.

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  2. Ich sehe das doch etwas anders: Zunächst einmal dürfen es sich um vielleicht 40 bis max. 50 Parkplätze handeln. Ich bin kein Jurist, aber ich glaube kaum, dass man von einer wirklichen Verschlechterung sprechen kann, wenn einige Autofahrer fünf Minuten länger suchen müssen. Wenn man zudem sehr spitzfindig argumentieren will, ist dieses Teilstück schon immer nur für Anwohner (also des Gasag-Geländes) für den Autoverkehr zugelassen (entsprechende Schilder hängen an den Einfahrten und werden ebenso wie die 10-kmh-Vorschrift ignoriert) und somit für Anwohner der Insel im Grunde jetzt schon nicht befahrbar und somit die Parkplätze nicht nutzbar.

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    1. Ich bin zwar kein Mathematiker, aber Abend für Abend in den Nichtferienzeiten finden dort abzählbar 50 bis 80 Autos einen Parkplatz.
      Es gibt übrigens keine Straßen, die exklusiv für Anwohner befahrbar sind, das wird oft und gerne mit dem Wort ANLIEGER verwechselt oder aber es kämen Privatstraße in Betracht.
      Bei der Verschlechterung scheint es ein Missverständnis zu geben. Die Verschlechterung für die Autofahrer auf Parkplatzsuche scheint mir hinnehmbar, aber für die Anwohner ists in zunehmendem Maße vorbei mit der Ruhe vor Lärm, Ärger und Aggression.
      Wers mag...
      Bestens

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    2. "Der Begriff Anlieger, der im Straßenverkehr von Bedeutung ist, bezeichnet Personen, die in einer bestimmten rechtlichen Beziehung zu einem Grundstück stehen. Das Zusatzschild "Anlieger frei" oder "Anliegerverkehr frei" erlaubt diesem Personenkreis die Durchfahrt auf einer ansonsten gesperrten Straße.

      Zu den Anliegern gehören :
      * Bewohner von Häusern und Wohnungen in dieser Straße,
      * Besucher dieser Bewohner und Lieferanten,
      * Hotelgäste,
      * Inhaber und Mitarbeiter von Geschäften, Büros, Praxen oder Kanzleien in dieser Straße,
      * deren Kunden, Patienten oder Mandanten.

      Als Anlieger gelten sogar noch Personen, die Besucher von Anliegern mit dem Auto abholen. Wer dagegen in eine gesperrte Straße fährt, nur um dort zu parken, handelt ohne Berechtigung."

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    3. Berücksichtigt man nicht die Park- und Halteverbote auch beiden Seiten, so waren es real etwa 35 Stellplätze.
      Berücksichtigt man die entsprechenden Verbote, waren es mal gerade 10 Stellplätze zu Begin der Strasse.

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  3. dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

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    1. doch, eins fällt mir noch ein. Zu Zeiten der Schrauberwerkstätten (und die wären ohne Park immer noch da) gab`s dort auch keine Parkplätze, weil eine Ausfahrt neben der anderen war. Wo also soll die Verschlechterung sein!?

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    2. Sie stellen in Frage, dass es zu Zeiten der Schrauberwerkstätten dort Parkplätze gab?
      in meiner erinnerung gab es auf einer Seite ein eingeschränktes Halteverbot, das nie jemand kontrolliert hat, und die andere Seite war frei zum Parken.
      Bestens

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    3. Es gab auf beiden Seiten ein Halteverbot. Auf der Südseite hatte sich allerdings jemand kreativ an dem Schild vergriffen und den Pfeil übermalt.

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  4. Naja, hinstellen kann ich mich überall. Wenn dann sollten wir doch wohl von legalen Parkplätzen reden. Und da zu jeder Werkstatt ein Ein-/Ausfahrt gehörte, können das so viele Parkplätze nicht gewesen sein.

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  5. Besonders schön ist es für die Anwohner, dass selbst im Winter schon nachts die Typen dort sich jetzt die Drogen einwerfen, nichts beleuchtet ist und im Sommer man kein Fenster mehr öffnen kann, da die ganzen Türkenasis von der Feurigstrasse rüberkommen und Rambazamba machen. Optische Verbesserung? Ja, inhaltlich, grauenvoll. Das wird der nächste Görlitzer Park. Ich ziehe jedenfalls weg.

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    1. Bitte sehen Sie von solchen rassistsch-nationalistischen Bezeichnungen und Verallgemeinerunge ab! Schon weggezogen?

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  6. Ich verstehe nicht, warum man uns einen derartig generischen Park hinstellt und nichts Neues wagt. Angesichts der Ödheit von Rasen und Wegen hätte man doch auch z.B. Hochbeete hinstellen können und die an die umliegenden Häuser/Einwohner verteilen können, das wäre ökologisch eine Bereicherung gewesen und hätte das Sozialleben auf der Insel bestimmt nachhaltig verbessert.

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  7. Wenn man schon wenige Meter vom bereits vorhandenen Cheruskerpark einen weiteren "Park" anlegen musste, hätte man die vorhandenen Gegebenheiten nutzen können. Entlang der S-Bahn-Trasse wuchsen wunderschöne, dichte Fliederbüsche, die man hätte in die Parklandschaft integrieren können, und die zugleich eine natürliche Abgrenzung zur S-Bahn-Trasse gebildet hätten. Typisch Berliner Senat: Erst Kahlschlag machen, dann ein paar dürre Bäumchen pflanzen und Rasen säen, und zum Abscluß das Ganze verdursten und versteppen lassen.

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