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Montag, 24. August 2009

Ausflugstipp Südgelände


Von der Insel aus gibt es nicht viele nah gelegene Erholungsgebiete, eines ist jedoch besonders sehenswert und lohnt auch eine längere Anfahrt: der Naturpark Südgelände. Ich gehe dort immer mal wieder spazieren zum mentalen Auftanken und entdecke jedes mal etwas Neues. Bei dem Park handelt sich um zugewachsene Eisenbahnanlagen zwischen Anhalter und Dresdner Bahn, konkret um den westlichen Teil des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof und das ehemalige Bahnbetriebswerk Tempelhof. Speziell für Eisenbahnromantiker, Kinder und Naturliebhaber gibt es einiges zu entdecken. Die Wege führen auf ehemaligen Gleisen, auf der Lokomotive lässt sichs prima rumklettern, eine alte Drehscheibe ist zu bestaunen und der rostige Wasserturm dient als Wahrzeichen. Zu verdanken haben wir diesen tollen Park der Bürgerinitiative Südgelände, die in den Achtzigern die Rodung dieses Dschungels verhindern konnte. Inzwischen haben sich neben zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren auch Künstlergruppen in den Lokschuppen und Werkstätten angesiedelt. Es gibt eine Ausstellung mit angeschlossenem Cafe und abends Konzerte. Für den Eintritt muss man einen Euro berappen (Vorsicht, neulich wurde ich kontrolliert!), finde ich aber durchaus angemessen. Es gibt zwei Eingänge, entweder direkt am Bahnhof Priesterweg oder 400 Meter südlich vom Südi (Ausgang Hilde-Platz, dann links halten und unter der Parkspirale durch).

Samstag, 22. August 2009

Die Radfahrer und das Bezirksamt

Nachdem ich vor einem Monat wegen dem S-Bahn-Chaos mein BVG-Abo gekündigt und meine Marken abgegeben habe, schwinge ich mich aufs Rad. Ob ich auch den Winter durchhalten werde, weiß ich noch nicht. Bisher hat mich der Wettergott verwöhnt und auch von den Streckenlängen, die ich zu bewältigen habe, muss ich mich nicht gerade überanstrengen. Die Insel liegt auch für Radler wunderbar zentral, über die Monumentenstraße ist man sofort in Kreuzberg, die Crellestraße benutze ich in Richtung Potsdamer Platz, über den Innsi geht es Richtung Westen und durch den Hans-Baluschek-Park nach Süden. Ich bin an der frischen Luft, muss mich nicht gegen Bezahlung in übel riechende Bahnen zwängen und tue etwas für die Gesundheit. Natürlich gibt es auch etwas zu meckern: Zum einen natürlich über Autofahrer, die täglich davon überrascht werden, dass auch zweirädrige Gefährte unterwegs sind. Zum anderen über das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, das es seit Jahren nicht fertigbringt, die Buckelpiste in der Belziger Straße zu beseitigen. Andere Lücken am Bülowbogen und am Bahnhof Priesterweg führen dazu, dass Tempelhof-Schöneberg immer wieder als der "fahrradunfreundlichste Bezirk" Berlins bezeichnet wird. Als vor einigen Wochen ein Stück Wiese am Priesterweg planiert wurde, regte sich in mir die kleine Hoffnung, dass der lange versprochene Radweg jetzt doch gebaut würde. Ziemlich blauäugig, wie ich zugeben muss. Es wurde lediglich ein neuer Parkplatz angelegt.