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Freitag, 30. Juli 2010

Endspurt - mit Ampel

Torgauer Straße/Naumannstraße vor der Vollendung
 Idena-Markt vor der Eröffnung
   
Werbung für die Bahnfahrer
Im Kurier waren gestern neue Informationen zum Bau der Neuen Naumannstraße zu erfahren. Erfreulich ist vor allem, dass an der Ecke zur Torgauer Straße offensichtlich tatsächlich eine neue Ampelanlage installiert wird. Die Inselbewohner können somit sicher die vermutlich stark befahrene Straße auf dem Weg zum Südkreuz passieren. Fertig sein soll das Projekt demnach bereits im August - mit zwei Monaten Verzögerung. Die Zufahrt zur alten Naumannstraße soll zur Gehwegzufahrt umgebaut werden - wobei hier in der Vergangenheit schon zu hören war, dass ein Umbau zunächst nicht geplant sei. Trotzdem ist mit einer Abnahme des Verkehrs im Kiez zu rechnen, nicht nur in der Naumannstraße. Durch die Sperrung Richtung Süden und Umleitung über die Gotenstraße hatten die Insulaner im letzten Jahr viel Geduld ob des starken Verkehrs aufzubringen. Allerdings sah vor einigen Tagen die Zufahrt an der Kolonnenstraße noch sehr provisorisch aus. Ob so der Termin im August gehalten werden kann? Immerhin leuchten bereits in der Nacht die neuen Laternen und auch das letzte Stück Asphalt an der neuen Kreuzung zur Torgauer wurde in diesen Tagen gegossen. Die Kosten sollen übrigens vier Millionen betragen.
Bereits genutzt wird die Straße von Mitarbeitern des neuen Iden-Großhandelsmarktes, der am 12. August eröffnen soll. Angeboten werden sollen auf 7.000qm u.a. Büro- und Schreibwaren, Spielsachen, Bücher, Multimedia, Festartikel. Hinzu kommt ein Restaurant mit 180 Plätzen. Mit dem Motto "Bahnhof Südkreuz wird erweitert" auf Großpostern zur Bahn hin wird bereits auf Kundenfang gegangen. Ob das Konzept aufgeht - leichte Zweifel stellen sich ein. Fraglich ist auch, ob die Kunden alle mit der Bahn kommen, oder ob der Autoverkehr zunehmen wird. Ausgewiesene Kundenparkplätze konnten bislang nicht auf dem Gelände ausgemacht werden. Dass der Haupteingang an der Neuen Naumannstraße liegt, ist offensichtlich. Ob es auch einen weiteren Eingang auf der östlichen Seite mit direkter Verbindung zum Bahnhof geben wird, erscheint eher fraglich. Einen Hinweis darauf gibt es allerdings eine Entwurfszeichnung, in der von einem "Gleiszugang" die Rede ist. Vor Ort können aber bislang keine baulichen Hinweise gefunden werden.
Immerhin handelt es sich um die erste größere Gewerbeansiedlung am Bahnhof Südkreuz, dessen Umgebung ja bislang eher einer sehr großen Brache gleicht. Ob es ein Startschuss ist, und in welche Richtung er weist, werden die nächsten Jahre zeigen.

Dienstag, 1. September 2009

Buchtipp: "Die Rote Insel"


Wer sich für die Geschichte der Roten Insel interessiert, kommt an der gleichnamigen Publikation der Berliner Geschichtswerkstatt nicht vorbei. Letztes Jahr erschien endlich eine Neuauflage der wirklich tollen Arbeit, die 1989 erstmals veröffentlicht wurde. Auf 200 Seiten stehen Artikel zu den verschiedensten Themen, die auch vielen älteren Inselbewohnern noch unbekannt sein dürften. Von der Entstehungsgeschichte zur Jahrhundertwende über den Pferdebahnhof in der Monumentenstraße, der Englischen Gasanstalt, dem Kapp-Putsch sowie dem Widerstand in der Nazi-Zeit bis zu den Kahlschlagplanungen im Rahmen der Autobahnplanungen in den Siebzigern wird ein breiter Bogen geschlagen. Zahlreiche Photografien (z. B. von den noch leeren Feldern jenseits der Hauptstraße) vermitteln anschaulich die Entwicklung des Gebiets von der Einöde zum Teil der Großstadt. Beziehen kann man das Buch direkt bei der Geschichtswerkstatt in der Goltzstraße 49 (geöffnet Mo-Fr 15-18 Uhr) für 12 Euro oder online über die Homepage des Vereins.