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Samstag, 29. Juni 2013

Ein Sommermärchen: Zweite Haltestelle am Bahnhof Julius-Leber-Brücke freigegeben


Bitte einsteigen - Fahrgäste dürfen die gefährliche Fuge jetzt überqueren

Es ist vollbracht: Der S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke ist fünf Jahre nach seiner Eröffnung und etwa 30 Jahre nach den ersten Planungen komplett. Seit dem 18. Juni halten auch die Busse Richtung Westen direkt vor dem Bahnhofs-Eingang. Der Haltestellenmast wartete seit über vier Jahren auf seine Bestimmung, Grund für die Posse war eine Dehnungsfuge auf dem Gehweg, die die auftraggebende Bahn nach der Brückensanierung für mangelhaft ausgeführt hielt. Bevor hier Fahrgäste in Busse wechseln dürften, sollte die gemeingefährliche Fuge von der verantwortlichen Baufirma erst beseitigt werden. Die weigerte sich jedoch. 
So verging ein Jahr, ein zweites, ein drittes und ein viertes. Die Fugen-Affäre beschäftigte sogar Abgeordnetenhaus und Senat. Politiker, Bezirk und BVG zeigten sich hilflos ob des Dilemmas. Wie das Problem gelöst wurde? Man weiß es nicht. Der Fugen-Abgrund klafft unverändert auf dem Gehweg. Vielleicht hat ein Bahnmitarbeiter mit einem Geo-Dreieck nachgemessen? Vielleicht hat die BVG die Opferzahlen der übrigen todesmutigen Fußgänger studiert? Jedenfalls dürfen Fahrgäste jetzt direkt zwischen Bahn und Bus wechseln. Von einer Anfrage an die BVG oder den Senat habe ich abgesehen - Ich fürchte ein Einschreiten der zuständigen Aufsichtsbehörden und eine sofortige Stilllegung. 


Freitag, 6. April 2012

Der Unvollendete

Einsam und ungenutzt
Offensichtlich war der März mit seinen 15 Grad und den drei Regentagen viel zu kalt und viel zu nass. Jedenfalls für die Bahn. Ansonsten hätten die Arbeiten an der Julius-Leber-Brücke schon begonnen, um den Haltestellenmast auf der nördlichen Seite endlich nach vier Jahren in Betrieb zu nehmen. Bei den Sanierungsarbeiten 2008 hat die Baufirma gepfuscht und eine Stolperfalle im Belag hinterlassen, so dass die BVG dort nicht halten mag. Mehrere Versprechen, den Missstand zu beheben, blieben folgenlos, so auch das letzte. In der Berliner Woche vom 18. Januar meinte Gisbert Gahler vom Regionalbüro Kommunikation der Bahn in Berlin, dass ab März die Arbeiten in Angriff genommen werden sollten. Mit der Einschränkung, dass die Witterung dies zulassen müsse. "Bei zu viel Nässe oder Frost könne nicht gebaut werden." Da der April noch kälter als der März begonnen hat, sehe ich auch für die nächsten Monate kaum Chancen, dass die Fahrgäste demnächst bequem umsteigen können. Zudem: Wer der Bahn auch nur ein Wort glaubt, ist selber schuld! Der Bahnhof Julius-Leber-Brücke bleibt somit auch nach gut 30 Jahren Entstehungsgeschichte ein Unvollendeter.
Bald vier Jahre alter Aushang

Freitag, 15. Oktober 2010

Am Rande notiert

15. Oktober
Es ist nicht März, nicht Juni, nein, es ist der 15. Oktober. Wieder ein Datum für die Beendigung der Arbeiten an der Julius-Leber-Brücke. Das Foto stammt von heute, Kommentar überflüssig. Immerhin, es wird gearbeitet. Und vieleicht, ja vieleicht, ich wage es gar nicht niederzuschreiben, wird die Bahn tatsächlich noch dieses Jahr fertig... Aber keine Sorge, an der Nordeseite muss ja wieder neu angefangen werden.